Filmausschnitte aus der Produktion

Technologien

ATEX - Explosionsschutztechnik

Geräte und Anlagen in Ausführung gemäß ATEX-Richtlinien zur Absaugung von explosiven Staub-Luft-Gemischen

ANWENDUNGSGEBIETE

In vielen Branchen besteht die Notwendigkeit für die Verwendung von Staubabsaugsystemen welche explosive Staub-Luft-Gemische verhindern. Vor allem handelt es sich hierbei um Prozesse der Verarbeitung von Kohle, Biomasse und Holz sowie Prozesse in der Lebensmittel- und Chemieindustrie.

Zur Entstaubung der explosiven Staub-Luft-Gemische bieten wir Geräte und komplette Anlagen, welche alle gemäß der geltenden Richtlinie 2014/34/UE (ATEX-Richtlinie) hergestellt werden. Diese können für die Filtration von Staub der Staubexplosionsklasse St1 und St2 verwendet werden. Unsere Filtrationssysteme gehören zur Kategorie 3 D, was eine Montage an jedem Ort, einer nicht explosionsgefährdeten Zone sowie auch eine Montage in 22 explosionsgefährdeten Zonen ermöglicht.

FUNKTIONSPRINZIP UND AUFBAU

Für den Schutz der Geräte bieten wir zwei grundlegende Methoden:

  • Die Methode der Explosionsunterdrückung
    Dieses Verfahren verwendet ein System, das automatisch auf den Beginn des Explosionsdrucks reagiert und die Explosion bereits im Entstehen unterdrückt. Das System verfügt über Drucksensoren, welche die entstehende Explosion erkennen und ein Alarmsignal an die Zentrale weiterleiten, die daraufhin die Ventile der Löschmittelflaschen öffnet. Die Reaktionszeit des kompletten Vorgangs, von der Erkennung der Explosion bis zur Löschmittelfreisetzung beträgt gerade mal ungefähr 60 ms, was die Entstehung und Ausbreitung einer Druckwelle verhindert.
  • Die Methode der Explosionsdruckentlastung
    In dieser Methode werden Membrane und Berstscheiben verwendet welche den Explosionsdruck aus dem geschützten Gerät nach außen leiten. Auf diese Weise kann der Druck innerhalb des Geräts auf einen unkritischen Wert reduziert werden. In unserem System kommen verschiedene technische Arten von Membranen zur Verwendung welche rund oder rechteckig, flach oder konvex, mit oder ohne Brechsensor sowie aus Kohlenstoffstahl oder säurebeständigem Stahl sein können. Wegen der Läng der nach außen dringenden Flammen während einer Explosion, ist es bei dieser Methode erforderlich den Bereich um die Membran als Gefahrenzone zu deklarieren.

Zusätzlich werden Komponenten und Teile von Anlagen in explosionsgefährdeten Zonen so gewählt, dass sie selbst keine Zündquelle einer Staubexplosion darstellen.

Diese Systeme können an den Anlagen montiert werden ohne Notwendigkeit, die Gefahrenzone zu bestimmen.

Methoden zur Sicherung der Anlagen (Explosionsisolation)

Damit eine Explosion nicht in Richtung angeschlossener offener Kanäle gelangt, bieten wir Ihnen Systeme und Vorrichtungen zur Explosionsisolation. An der Seite der Zu- und Abluftkanäle werden zu diesem Zweck eine mechanische Installation oder das automatische HRD-System verwendet. Mechanische Geräte:

  • Rückschlagklappen
    Sie schließen unter dem Einfluss der Druckwelle welche sich vor der Flammenwelle erstreckt. Im Normalbetrieb ist die Klappe durch den fließenden Abgasstrom geöffnet.
  • Schnellschlussschieber
    Nach der Feststellung einer Explosion erfolgt eine schnelle pneumatische Schließung des Schiebers.
  • Diverter (Explosionsschlote)
    Der Schlot besteht aus zwei verbundenen Kanälen in Form eines umgedrehten V sowie einer Berstscheibe im oberen Teil des Geräts. Die während der Explosion entstehende Druckwelle ändert aufgrund ihrer Trägheit und der hohen Geschwindigkeit nicht die Richtung und wird durch das Brechen der Berstscheibe nach außen freigesetzt.
  • Explosionsschutzventile
    Diese Geräte werden nur für die Verwendung in Entstaubungssystemen mit niedriger Staubkonzentration empfohlen, da eine höhere Staubmenge die vollständige Schließung der Rückschlagkappe verhindern kann. 

    Automatisches HRD-System

    Optische Sensoren sowie Drucksensoren nehmen in diesem System die Druckwelle, sowie die danach folgende Flammenwelle einer Explosion wahr und senden ein Alarmsignal an die Zentrale, die darauf hin die Ventile der HRD-Flaschen öffnet. In diesem Augenblick wird das gesamte Volumen des Kanals mit Löschmittel gefüllt was die Ausbreitung der Flammen verhindert. Der Vorteil dieses Systems ist die Möglichkeit der Verwendung in Anlagen mit hoher Staubkonzentration.

Sicherheitsmethoden an der Staubentnahmestelle

Die Staubentnahmestellen werden überwiegend mittels ATEX-zertifizierten Zellenradschleusen gesichert, die durch ihre Konstruktion das Austreten des Explosionsdrucks nach außen verhindern.

VORTEILE

  • In unseren Systemen verwenden wir nur bewährte Komponenten und Geräte höchster Qualität

  • Alle unsere Geräte verfügen über alle erforderlichen Zertifikate, die durch autorisierte Stellen ausgestellt wurden

  • Unsere Spezialisten sorgen für die optimale Auswahl der für Sie passenden Entstaubungsanlage sowie des zu Ihrer Anwendung passenden Schutzsystems